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Interview mit Heilpraktikerin Anne Jana König – Naturheilkunde, ätherische Öle & ganzheitliche Gesundheit

  • Autorenbild: Rosalie
    Rosalie
  • 25. Juni
  • 6 Min. Lesezeit

Portrait von Heilpraktikerin Anne Jana König aus Lauenau. Sie arbeitet ganzheitlich mit Naturheilkunde, ätherischen Ölen, Chiropraktik und Dorn-Breuss-Therapie.

Es gibt Begegnungen, die bleiben.


Nicht, weil sie laut oder besonders spektakulär sind, sondern weil man sich verstanden und gut aufgehoben fühlt.


Genau so ging es mir bei Anne Jana König.


Anne lebt wie ich in der Nähe von Lauenau und arbeitet dort als Heilpraktikerin Anne Jana König mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Mein Sohn und auch ich durften bereits Erfahrungen in ihrer Praxis sammeln und waren sofort von ihrer ruhigen, herzlichen und einfühlsamen Art beeindruckt.


Was mich außerdem mit Anne verbindet, ist die Liebe zu ätherischen Ölen. Sie begleiten nicht nur meinen Alltag, sondern spielen auch in ihrer Arbeit eine wichtige Rolle.


Für dieses Interview hat mich Anne besucht und mir Einblicke in ihren Weg zur Naturheilkunde, ihre Arbeit als Heilpraktikerin und ihre Liebe zu ätherischen Ölen gegeben.

Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen.


Heilpraktikerin Anne Jana König stellt sich vor


Anne, magst du dich kurz vorstellen?


Ich bin in Berlin geboren und habe meine frühe Kindheit auf der Insel Usedom verbracht. Heute lebe ich mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in einem kleinen Dorf bei Lauenau – umgeben von Natur und einem kleinen Selbstversorgergarten, der für mich ein wertvoller Ausgleich im Alltag ist.


Wie bist du zur Naturheilkunde gekommen?


Ich arbeite als Pharmazeutisch‑technische Assistentin (PTA) und habe früh gemerkt, wie sehr mich fundiertes Wissen und das Verstehen von Zusammenhängen antreiben. Deshalb habe ich neben meinem Beruf die Ausbildung zur Heilpraktikerin abgeschlossen und mich anschließend in Dorn‑Breuss‑Therapie und Chiropraktik spezialisiert. Aktuell befinde ich mich zusätzlich in der Osteopathie‑Weiterbildung, die mich noch einige Jahre begleiten wird und mein therapeutisches Spektrum stetig erweitert.

Meine Leidenschaft für Natur, Gesundheit und ganzheitliche Zusammenhänge begleitet mich seit meiner Kindheit, geprägt durch viel Zeit auf Usedom und im Garten meiner Großeltern in Berlin. Heute bildet genau diese Verbindung aus naturverbundenem Ursprung und kontinuierlicher Weiterbildung die Basis meiner Arbeit.

 

Gab es einen bestimmten Moment oder war das eher ein Weg, der sich nach und nach entwickelt hat?


Ich habe meine Ausbildungen zunächst aus einem inneren Antrieb heraus begonnen: aus echtem Wissenshunger und dem Anspruch, Gesundheit in ihrer Tiefe zu verstehen. Als mein Umfeld erfuhr, dass ich die Heilpraktiker‑Ausbildung abgeschlossen hatte und mit der Dorn‑Breuss‑Therapie arbeite, wuchs das Interesse an meiner Arbeit. Immer mehr Menschen suchten Rat, stellten Fragen und baten um Unterstützung. Dadurch wurde mir klar, wie wertvoll dieses Wissen ist und dass ich Menschen nicht nur privat, sondern auch beruflich ganzheitlich begleiten möchte. Aus dieser Entwicklung heraus entstand mein heutiger Weg.


Der Weg zur Naturheilkunde


Was fasziniert dich an deiner Arbeit?


Mich fasziniert die ganzheitliche Arbeit mit Menschen und die Tiefe, die dieser Beruf mit sich bringt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt für mich in der Begleitung von Frauen, Müttern und Kindern – ihre Themen sind oft sensibel, vielschichtig und verdienen besondere Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist meine Praxis ein offener Raum für jeden Menschen, der sich gesehen, verstanden und unterstützt fühlen möchte. Was einst als Wissenssuche für meine eigene Familie begann, ist heute zu einer erfüllenden Aufgabe geworden: mein Wissen weiterzugeben und Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und innerer Balance zu stärken.


Welche Beschwerden begegnen dir in deiner Praxis besonders häufig?


Oft begegnen mir Beschwerden, die sich aus dem Zusammenspiel von Stress, emotionaler Belastung und körperlicher Anspannung entwickeln – zum Beispiel Müdigkeit, innere Unruhe, Verspannungen oder funktionelle Schmerzen. Gerade Frauen und Mütter erleben diese Themen häufig, weil sie im Alltag viel tragen. In meiner Praxis schaue ich immer auf den ganzen Menschen, um herauszufinden, was Körper und Nervensystem wirklich brauchen.


Welche Pflanze war deine Lieblingspflanze in der deiner Kindheit?


Das Hirtentäschel war schon in meiner Kindheit meine Lieblingspflanze. Die kleinen herzförmigen Schötchen haben mich magisch angezogen, und als ich herausfand, dass man sie essen kann, habe ich immer wieder neugierig die Blüten probiert. Diese Pflanze hat mich früh begleitet und mir das Gefühl gegeben, mit der Natur in Verbindung zu stehen. Heute trägt sogar mein Logo ein Stück dieser Erinnerung in sich.


Hirtentäschel mit weißen Blüten und herzförmigen Schötchen sowie das von der Pflanze inspirierte Logo von Heilpraktikerin Anne Jana König.
Das Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) inspirierte Anne sogar zu ihrem heutigen Logo.

Ein Blick in die Praxis


Was ist dir im Umgang mit deinen Patientinnen und Patienten besonders wichtig?


Im Umgang mit meinen Patientinnen und Patienten ist mir ein achtsamer, respektvoller und zugewandter Rahmen besonders wichtig. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Menschen zur Ruhe kommen, ihren Körper wieder besser wahrnehmen und die Signale ernst nehmen können, die im Alltag oft überhört werden. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für mich die Grundlage jeder Behandlung.


Gibt es etwas, das viele Menschen über deine Arbeit falsch einschätzen oder gar nicht wissen?


Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Ruhe und Entlastung schon durch kleine Veränderungen im Körper entstehen können. Oft braucht es gar keine großen, schmerzhaften Techniken, sondern feine Impulse, die der Körper gut annehmen kann. Viele sind überrascht, wie wohltuend und gleichzeitig tief wirksam diese Arbeit ist und wie sehr sie ihnen hilft, wieder bei sich anzukommen.


Ätherische Öle & Wohlbefinden


Welche Rolle spielen ätherische Öle in deinem Alltag oder in deiner Praxis?


Ätherische Öle spielen in meiner Arbeit eine wichtige Rolle, weil sie Behandlungen auf einer feinen Ebene unterstützen können. Ob in der Dorn‑Breuss‑Therapie oder bei Massagen – ich wähle die Öle immer passend zur aktuellen Situation. Manche Mischungen stelle ich selbst her, andere nutze ich fertig, aber immer mit dem Blick darauf, was dem Menschen gerade gut tut: Entspannung, Klarheit oder neue Energie.


Wie bist du selbst zu ätherischen Ölen gekommen?


Meine Verbindung zu ätherischen Ölen entstand durch meine Arbeit in der Apotheke. Dort habe ich erlebt, wie fein und gleichzeitig wirkungsvoll sie Menschen begleiten können. Das hat mich dazu inspiriert, mich intensiver mit Aromatherapie zu beschäftigen und mehrere Kurse zu besuchen. Heute nutze ich ätherische Öle sowohl in der Apotheke als auch in meiner Praxis – immer abgestimmt auf das, was der Mensch vor mir gerade braucht. Sie bringen eine besondere Atmosphäre in die Behandlung und unterstützen den Körper auf einer sehr sanften Ebene.


Welches ist dein persönliches Lieblingsöl und warum?


Mein persönliches Lieblingsöl ist Lavendel – es bringt für mich Ruhe, Klarheit und eine besondere Weichheit in den Alltag. Gleichzeitig mag ich auch Cajeput und Rosmarin sehr, weil sie mich auf unterschiedliche Weise begleiten: Cajeput wirkt für mich klärend und leicht, während Rosmarin mir Energie und Fokus schenkt. Diese Düfte unterstützen mich je nach Stimmung und Situation und sind deshalb feste Begleiter in meinem Alltag.


Gibt es eine Zeit in der du besonders heufig ätherische Öle verwendest im Jahr?


Vor allem in den Herbst‑ und Wintermonaten nutze ich ätherische Öle sehr gerne. Die dunklere Jahreszeit bringt oft das Bedürfnis nach Wärme, Ruhe und Unterstützung mit sich und genau das können ätherische Öle auf eine sanfte Weise schenken. In dieser Zeit fließen sie besonders häufig in meine Behandlungen ein und schaffen eine wohltuende Atmosphäre.


Viele Frauen beschäftigen sich heute wieder mehr mit ihrem Wohlbefinden und einem

ganzheitlichen Blick auf den Körper. Wie erlebst du das in deiner Praxis?


Ich erlebe, dass sich viele Frauen wieder stärker für einen ganzheitlichen Blick auf ihren Körper öffnen. Besonders schön finde ich, dass Frauen jeden Alters zu mir kommen: Einige bringen viel Erfahrung mit natürlichen Heilmethoden mit, andere entdecken diese Form der Unterstützung gerade erst für sich. Viele wünschen sich einen Ort, an dem sie ihren Körper besser verstehen und wieder mehr auf ihre eigenen Signale hören können und genau das finden sie in meiner Praxis.


Persönliche Fragen


Gibt es einen Ort, an dem du besonders gut abschalten kannst?


Am besten abschalten kann ich in meinem Garten. Dort komme ich zur Ruhe, bin mit den Händen in der Erde und kann den Alltag für einen Moment loslassen.


Welches Buch, welcher Gedanke oder welches Motto begleitet dich aktuell?


Aktuell begleitet mich das Motto „Mach die Welt ein bisschen grüner“ von Wurzelwerk, dem ich auf Social Media folge. Das passt sehr gut zu meiner Lebensphase, weil ich gerade dabei bin, meinen eigenen kleinen Selbstversorgergarten anzulegen. Dieses Tun erdet mich, macht mich glücklich und verbindet mich immer wieder mit dem, was mir wichtig ist.


Wenn du den Leserinnen meines Blogs eine Sache mit auf den Weg geben könntest, welche wäre das?


Eine Sache, die ich gerne weitergeben möchte, ist die Bedeutung von Achtsamkeit im Alltag. Wer sich Zeit nimmt, in den eigenen Körper hineinzuspüren und kleine Auszeiten zuzulassen, findet oft schneller zurück in die eigene Balance. Diese bewussten Momente können viel verändern.


Wie kann man dich erreichen oder einen Termin bei dir vereinbaren?


Für Terminvereinbarungen bin ich telefonisch oder per E‑Mail erreichbar. Wir schauen dann zusammen, welcher Termin gut passt.


Anne Jana König

Telefon: 01577 8949829

Instagram: annejanakoenig

 

Was bleibt


Liebe Anne,

vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen und so offen Einblicke in deinen Weg, deine Arbeit und deine Gedanken gegeben hast.

Besonders berührt hat mich, wie oft in deinen Antworten die Verbindung zur Natur, zum eigenen Körper und zu den kleinen Dingen des Alltags spürbar wurde.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erinnerung, die wir aus diesem Gespräch mitnehmen dürfen: wieder etwas genauer hinzuhören – auf uns selbst, auf unsere Bedürfnisse und auf die Signale unseres Körpers.


Und nun verabschiede ich mich tatsächlich für eine kleine Sommerpause.

Im Juli wird es hier keine neuen Beiträge geben. Stattdessen wünsche ich euch von Herzen einen Sommer voller Leichtigkeit, Zeit mit euren Lieblingsmenschen, kleinen Auszeiten und Momenten, die euch guttun.


Lasst es euch gut gehen und genießt die warme Jahreszeit.


Von Herzen

Rosalie

 

Bildnachweis

Foto (Portrait): Isabell Stäber Fotografin

Logo: Lea Buddensiek

(mit freundlicher Genehmigung von Anne Jana König)


Transparenzhinweis:

Dieses Interview ist unabhängig und unbezahlt entstanden. Es handelt sich um einen redaktionellen Beitrag, weil ich Menschen und ihre Geschichten vorstellen möchte, die mich persönlich inspirieren.

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