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Fast Business – warum schneller nicht immer besser ist

  • Autorenbild: Rosalie
    Rosalie
  • 29. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

„Rosalie sitzt an der Nähmaschine und lächelt in die Kamera. Darüber der Text: ‚Fast Business – Warum schneller nicht immer besser ist‘. Persönlicher Einblick aus dem Nähatelier.

Herzlich willkommen zurück bei Rosalies: Gespräche aus dem Nähatelier – Vol. 19.


Manche Blogbeiträge entstehen nicht am Zuschneidetisch oder an der Nähmaschine, sondern in stillen Momenten dazwischen. Wenn man innehält, zurückblickt und merkt, dass sich etwas verändert hat. Dieser Beitrag ist genau so ein Blogbeitrag. Ein ehrlicher Blick auf mein letztes Jahr, auf Erwartungen, auf das schnelle Wollen – und auf die Erkenntnis, dass mein Weg ein anderer ist.


Über Erwartungen, Lernen und meinen eigenen Weg


Im September 2024 habe ich ein Gewerbe angemeldet.

Nach einer längeren Elternzeit war für mich klar: Ich gehe nicht zurück in meinen alten Beruf. Ich möchte etwas Eigenes aufbauen. Nicht irgendwann, sondern jetzt.


Was ich von Anfang an wollte, war kein perfektes Business-Konzept. Ich wollte schreiben. Einen Blog. Einen Ort für Gedanken, Prozesse und das, was hinter den Kulissen passiert. Dieser Wunsch war da, bevor es Produkte, Social Media oder einen Shop gab.


Der Start: viel Motivation, wenig Orientierung


Im Dezember 2024 habe ich Instagram eröffnet – und schnell gemerkt, wie fremd mir diese Welt war. Ich hatte keine Ahnung von Reichweite, Algorithmen oder Content-Strategien. Also habe ich Anfang 2025 eine Weiterbildung zur Social Media Managerin (IHK) gemacht.


Diese Zeit war intensiv und lehrreich. Ich habe viel über Social Media aus unternehmerischer Sicht gelernt, über Strategien, Zielgruppen und Sichtbarkeit. Es hat mir einen Überblick gegeben – aber auch gezeigt, dass vieles davon eher für größere Unternehmen gedacht ist als für ein kleines, persönliches Label.


Trotzdem ging es schnell: neue Follower, viel Austausch – vor allem mit anderen Selbstständigen und Handmade-Businesses. Was ich damals noch nicht erkannt habe: Es waren kaum Menschen dabei, die einfach nur Kund:innen hätten sein können.


Online-Shop, Erwartungen und Stillstand


Parallel dazu hatte ich einen Etsy-Shop, den ich später bewusst geschlossen habe. Etsy passte nicht zu mir. Stattdessen habe ich meine Website weiterentwickelt: Blog, Onlineshop und persönliche Inhalte an einem Ort.


Die ersten Monate liefen okay. Dann gar nicht mehr.


Im Sommer 2025 – im Urlaub, mit Abstand – habe ich angefangen, grundsätzliche Fragen zu stellen:

Was möchte ich eigentlich?

Was bedeutet „Handmade“ für mich?

Und warum fühlt sich dieses ständige Mehr, schneller, sichtbarer so falsch an?


Fast Business fühlt sich für mich nicht richtig an


Ich habe gemerkt, dass ich vieles mit der Brechstange wollte. Sichtbarkeit, Verkäufe, Wachstum. Und dass ich dabei etwas Wichtiges übersehen habe: Meine Produkte müssen erlebt werden. Angefasst. Gefühlt.


Die wenigen Verkäufe, die es gab, waren individuelle Anfragen. Menschen wollten etwas Persönliches, auf sie zugeschnitten. Genau das habe ich gern gemacht. Aber es hat mir auch gezeigt: Posten allein reicht nicht. Nicht für das, was ich mache. Und nicht in dieser Zeit.


Ich habe viele Kurse gemacht – auch teure. Und überall hieß es: posten, posten, posten.


Aber Fast Business funktioniert für mich genauso wenig wie Fast Fashion.


Mein Blog – mein Raum zum Schreiben und Sortieren


Während ich Social Media zeitweise reduziert habe und mir erlaubt habe, leiser zu werden, war mein Blog immer da. Er ist der Ort, an den ich zurückkehre, egal wie viel im Außen gerade passiert. Schreiben fühlt sich für mich nicht nach Arbeit an, sondern nach Ankommen.


Mein Blog ist mein Raum zum Denken, zum Sortieren, zum Erzählen. Hier darf alles sein: Gespräche aus dem Nähatelier, Gedanken zwischen zwei Projekten, ehrliche Einblicke hinter die Kulissen. Auch in Phasen, in denen ich anderes zurückgenommen habe, habe ich hier weitergeschrieben – weil es sich richtig anfühlt. Weil es mein Weg ist.


Wenn du mich und meinen Hintergrund ein wenig besser kennenlernen möchtest, findest du hier mehr über mich und meinen Weg. 


Heute ist der Blog strukturierter und sichtbarer, auch durch SEO. Nicht, weil er sich verändern musste, sondern weil ich möchte, dass die Menschen, die genau diese Art von Inhalten suchen, ihn finden. Schreiben ist geblieben. Und wird es auch bleiben.


Langsamer, bewusster, näher


Aus diesen Gedanken ist auch meine Taschenserie Neu Verwurzelt entstanden – als Gegenentwurf zu schnellen Trends, als bewusste Entscheidung für Qualität, Materialien und Zeit.


Ob dieser Weg wirtschaftlich „richtig“ ist, weiß ich nicht. Aber er fühlt sich richtig an.

Ich weiß heute:

Ich möchte langsamer gehen.

Ich möchte ehrlicher arbeiten.

Und ich möchte dort sichtbar sein, wo Tiefe Platz hat.


Wenn du diesen Weg begleiten möchtest, freue ich mich, wenn du dich in meinen Newsletter einträgst. Dort teile ich Gedanken, Einblicke und Neues aus meinem Nähatelier – ohne Druck, ohne Algorithmen.


Vielleicht ist das kein klassischer Business-Blogbeitrag.

Aber es ist meiner.


Bis zum nächsten Blogbeitrag Eure Rosalie

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